Asklepios Stadtklinik
Hospital Bad Wildungen

Adresse: Brunnenallee 19A, Bad Wildungen 34537

Telefon: (05621) 79 50

Website: http://www.asklepios.com

Kategorie: Hospital

PLZ: 34537


Beschreibung - Asklepios Stadtklinik Hospital Bad Wildungen

In diesem Krankenhaus war ich zwei Mal im Abstand von ca. einer Woche, beide Male in der Abteilung für innere Medizin, aber auf zwei unterschiedlichen Stationen. Beim ersten Mal war ich wegen einer bedrohlich niedrigen Herzfrequenz dort (ca. 5 Tage), auf die Gründe für das zweite Mal (ca. 7 Tage) möchte ich nicht näher eingehen, das wäre mir zu privat. Ich versuche, dennoch so gut ich kann zu beschreiben, wie ich das Krankenhaus wahrgenommen habe. Ich war als gesetzlich versicherte Patientin dort. Aufnahme Die Aufnahme (beide Male ungeplant) lief reibungslos. Ohne längere Wartezeiten wurden die Eingangsuntersuchungen wie z.B. die Blutabnahme durchgeführt. Ich wurde von den Mitarbeitern hier freundlich in Empfang genommen, trotz des Stresses, dem sie in der Aufnahme ausgesetzt sind, gingen sie sehr geduldig mit meiner Spritzenphobie um, was ich ihnen hoch anrechne. Übrigens habe ich durch die Aufenthalte hier meine Angst überwunden und lasse mir mittlerweile anstandslos Blut abnehmen, das hätte ich nie für möglich gehalten! Mir wurde hier so viel Blut abgezapft, dass ich die Gelegenheit hatte, mich daran zu gewöhnen. Desensibilisierung rockt! Von der Aufnahme wurde ich zur Station gebracht, auch die Übergabe an die dortigen Mitarbeiter verlief sehr nett. Unterbringung, Ambiente, Ausstattung Ich war beide Male im Zweibettzimmer unterebracht, ob es auch Mehrbettzimmer gibt, weiß ich nicht und finde es auch auf der Website nicht heraus. Die Mitarbeiter äußerten, bei der Zusammenstellung der Zimmerbesetzung nach Möglichkeit Rücksicht auf das Alter der Zimmergenossinnen zu nehmen, allerdings gelang das bei beiden Aufenthalten nicht. Ich teilte mir das Zimmer beide Male mit sehr betaten Damen, was mich aber nicht großartig störte. Ich machte das beste aus der Situation, indem ich meiner jeweiligen Zimmernachbarin beim Aufstehen, Brot schmieren etc. half oder auch dabei, sich zwischendurch mal die Beine auf dem Flur zu vertreten. So hatten alle was davon: Ich hatte was zu tun (Krankenhäuser sind sooo langweilig!), meine Zimmernachbarinnen mussten nicht immer nach den Pflegekräften klingeln und die Pflege wurde nicht unnötig belastet. Das gesamte Krankenhaus ist modern gestaltet, wirkt freundlich und ist dank großer Fenster hell. Auf den Fluren gibt es kleine, allerdings sehr ungemütliche und rein zweckmäßige Sitzecken. Die Zimmer sind ebenso funktional eingerichtet, wie es in Krankenhäusern nun mal ist: Funktionsbetten, ein Tisch mit zwei Stühlen, Kleiderschränke, Nachtschränke mit "Bett-Tisch" und angeschlossenes Bad, ebenfalls modern ausgestattet. Die Zimmer verfügen über TV, außerdem ist Wlan kostenlos nutzbar. Abläufe, medizinische Betreuung, Service, Patientenorientierung Die Abläufe waren insgesamt gut, es gab keine großen Umstände. Das einzige, was mich bei meinem ersten Aufenthalt störte, war, dass ich eigentlich nur dort war, um darauf zu warten, dass ein Langzeit-EKG-Gerät frei wurde und die Warteliste dafür so lang war, dass sich das alles tagelang hinzog. So lange lief ich mit einem Herzüberwachungs-Gerät herum und durfte aufgrund der geringen Reichweite die Station nicht verlassen. Ansonsten sind die Abläufe normal für ein Krankenhaus: Viel zu frühes Wecken, bloß, um Blut abzunehmen oder Blutdruck und Körpertemperatur zu messen und danach den ganzen Tag gelangweilt herumzusitzen. Die medizinische Betreuung war gut, ich fühlte mich gut aufgehoben. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter war durchwachsen, je nachdem, wer gerade Dienst hatte. Uneingeschränkt sehr nett waren die Reinigungskräfte, sie gingen nett auf mich zu, hielten auch mal einen Schnack mit mir und hatten immer ein warmes Wort übrig, um mich aufzumuntern. Sie machten mir den Aufenthalt wirklich erträglicher. Die Pflegekräfte waren größtenteils auch okay, schlechte Erfahrungen machte ich nur mit einem jungen Stationsleiter, der sich gerne aufplusterte. Bei meinem zweiten Aufenthalt durfte ich 3x täglich vor die Tür zum Rauchen, dies war aber an Bedingungen geknüpft, die ich erfüllen musste. Jedes Mal, wenn ich mich zum Rauchen abmeldete, wies er mich darauf hin, dass "das aber auch ganz schnell wieder vorbei sein könnte". Das fand ich ziemlich unpassend, in es mir doch ohnehin schon schlecht mit meiner Situation.. Positiv ist hervorzuheben, dass man versuchte, mir den Aufenthalt angenehmer zu machen und auch auf Sonderwünsche einging. So ermöglichte man mir ab und zu das Aufsuchen der Cafeteria, indem man mir dafür einen Azubi zur Seite stellte, das fand ich toll. Das leibliche Wohl Auf jeder Station gibt es eine Teeküche, in der Kaffee und Tee für die Patienten bereit stehen. Im ersten Stock gibt es eine sehr hübsch gestaltete Cafeteria, hier bekommt man kleine Snacks, Getränke und Zeitschriften. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich, es lässt sich gut dort verweilen. Die Cafeteria verfügt über eine sonnige Terrasse. Für Patienten, die die Cafeteria nicht aufsuchen können, kommt in regelmäßigen Abständen eine Verkäuferin mit einem Wägelchen und einer kleinen Auswahl an Süßigkeiten & Co. auf die Station. Das Essen an sich ist für ein Krankenhaus akzeptabel. Eine Diätassistentin nimmt die Essenswünsche für die Woche auf, es lässt sich zwischen verschiedenen Varianten wählen. Das warme Mittagessen ist krankenhaustypisch lasch gewürzt, aber die Auswahl ist okay. Die Portionen sind nicht sonderlich groß. Für mich reichte es, zumal man sich ja im Krankenhaus kaum bewegt, für einen "gestandenen Mann" könnte das Sattwerden schwierig werden. Sehr gut war das Frühstück mit seinen superleckeren Körnerbrötchen frisch vom Bäcker, und das täglich! Hygiene An sich war es hier sauber, es wurde regelmäßig gereinigt. Was die Leistung des Reinigungspersonals angeht: Keine Beanstandungen. Was ich allerdings nicht so toll fand, war, dass die Pflegemitarbeiter bei der Körperpflege meiner Zimmernachbarinnen nicht darauf achteten, wem welche Handtücher gehörten. Das bemerkte ich erst dadurch, dass meine irgendwann ziemlich feucht waren, obwohl ich sie an dem Tag noch gar nicht benutzt hatte. Das ekelte mich dann doch an, sodass ich sie schließlich lieber im Zimmer über meinen Stuhl hängte, um Verwechselungen zu vermeiden. Als ich das Personal darauf hinwies, dass meine Zimmernachbarin (sie war schon sehr alt und zwar liebenswert, aber eben doch schon etwas verwirrt) ihre BUTTER dazu verwendete, ihre offenen Stellen an den Beinen einzureiben und außerdem verderbliche Lebensmittel im Nachtschränkchen bunkerte (z.B. Joghurts mit bedenklich gewölbtem Deckel), bedankte man sich zwar für den Hinweis, unternahm aber nichts. Ich weiß, dass es rechtlich schwierig ist, einer Patientin Lebensmittel wegzunehmen. Wenn diese allerdings verdorben sind.. Ich sagte meiner Zimmernachbarin schließlich, dass ich sie jetzt wegwerfen würde, was für sie dann auch okay war und versuchte, sie so gut es ging von der Zweckentfremdung der Butter abzuhalten. Was die grundlegende Hygiene angeht, war aber alles in Ordnung. Fazit Ich habe hier insgesamt ganz gute Erfahrungen gemacht. Hier gibt man sich Mühe, seine Patienten gut zu versorgen und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. (Stand 02/2012)

Details zu Asklepios Stadtklinik

Adresse: Brunnenallee 19A, Bad Wildungen 34537
Telefon: (05621) 79 50 EUR
Website: http://www.asklepios.com
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Kategorie: Hospital